Neueste Beiträge

Mache die Angst zu Deinem Freund – Teil I

Angst ist für die Seele ebenso gesund wie ein Bad für den Körper.

(Maksim Gorki, 1868–1936)

Angst – ein Thema, über das viel zu wenig gesprochen wird. Denn Angst ist negativ, schlecht, kontraproduktiv. Doch stimmt das? Machen wir uns doch einmal bewusst, was Angst bedeutet: Angst ist nichts anderes als eine Emotion. Es ist eine Stimmung, die unangenehm ist, weil sie zu Anspannung, Besorgnis und starken körperlichen Reaktionen führt.

Ich suche mir sportliche Herausforderungen, bei denen ich beim ersten Gedanken daran spüre, wie mein Puls rast, wie die Unruhe in meinem Inneren aufflammt und sich mein gesamtes Wesen auf einen winzig kleinen Ausschnitt eines Augenblicks verdichtet. (mehr …)

Zu träumen heißt mit seinem Herzen zu sprechen

Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben. (Mark Twain)

8.848 Meter über dem Meeresspiegel. Das ist die Zahl, die mein Höhenmesser anzeigt.

Jeder Schritt fällt mir hier oben unglaublich schwer. Mein Puls rast. Meine Lungen brennen. Ich schnappe nach Luft. Der Wind peitscht mir den Schnee ins kalte Gesicht. Es ist unglaublich kräftezehrend, in dieser Höhe durch den Schnee zu marschieren. Es ist kalt. Saukalt.
Minus 38 Grad. (mehr …)

Die Paradoxa unserer Zeit

Vor ein paar Tagen schrieb mir ein guter Freund ein paar Zeilen zu Weihnachten, die mich sehr berührt haben (Danke, lieber Uli!).

Ich habe lange über den Text nachgedacht und mich entschieden, ihn auf meinem Blog zu veröffentlichen. Der Text stammt von George Carlin, einem amerikanischen Schauspieler, Autor und Sozialkritiker: (mehr …)

Reduzieren: Weniger ist mehr

„Nicht arm ist der, der wenig hat, sondern der, der nach mehr verlangt.“

(Lucius Annaeus Seneca, um 4 v. Chr.–65 n. Chr.)

Eine Herausforderung beim Kalahari Extreme Marathon, einem Wüstenlauf über 250 Kilometer, ist sicherlich die Tatsache, dass du deine gesamte Ausrüstung, inklusive Essen, Schlafsack, Klamotten selbst tragen darfst. Zwölf Komma fünf Kilogramm wiegt mein Rucksack – inklusive Wasservorräten. Alles, was in dieser Woche von Bedeutung ist, zieht an meinen Schultern: Nüsse, Magnesiumpulver, Schlafsack, Isomatte, Wechselkleidung, Stirnlampe und eine Auswahl an Fertignahrung. „Reduce to the max“, lautet dabei die Devise. (mehr …)

Selbstdisziplin: Die Macht der kleinen Taten

„Es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.“

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749–1832)

Soll ich wirklich noch? Große Lust verspüre ich nicht. Es ist 22:35 Uhr. Laut meiner Tagesliste habe ich alle geplanten Aktivitäten erledigt. Bis auf eine. Meinen Satz Liegestütze. Beim Gedanken daran geht meine Motivation gegen Null. Jeder Sandsack wäre motivierter gewesen. Ich bin hin- und hergerissen. Mache ich ihn oder nicht? Ich denke an mein warmes Bett, meinen wohlverdienten Schlaf … „Quäl dich du Sau!“, kommt es mir dann in den Sinn. Ich überwinde mich schließlich und ziehe es durch. (mehr …)

Zieldimension: Große Ziele – Großes Potenzial

„Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, wirst du zwischen den Sternen landen“
(Friedrich Wilhelm Nietzsche, 1844–1900)

Das Problem ist bei vielen Menschen nicht, dass ihr Ziel zu groß ist. Das Problem ist, dass ihr Ziel zu klein ist oder dass sie gar keines haben. Wir haben in Bezug auf die Zielsetzung immer nur zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist: Wir können unsere Ziele an uns orientieren. Dann bleiben wir stehen.
Oder: Wir können uns an unseren Zielen orientieren. Dann müssen wir wachsen.
Wofür entscheidest du dich?

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Leidenschaft: Das Spiel zwischen Herz und Vernunft

Immer wieder höre ich die Stimme in mir, die sagt: „Tu es! Du musst es tun!“ Die Stimme fordert mich auf, etwas vollkommen Verrücktes und Nutzloses zu tun. Aber ich weiß, dass ich es tun muss. Und ich weiß ebenfalls: Wenn ich es nicht tue, wird ein kleiner Teil von mir für immer tot sein. So ging es mir, als ich über meine läuferische Durchquerung Feuerlands im Süden Patagoniens sinnierte. 600 Kilometer in zwölf Tagen durch die wilde und raue Landschaft Feuerlands zu laufen, klingt für die meisten Menschen etwas abgedreht. Vor allem vor dem Hintergrund, dass ich bei dieser Expedition kein großes Team um mich hatte, das mir Sicherheit und Unterstützung gab. Die einzige Sicherheit war mein Babyjogger, in dem sich mein gesamtes Equipment befand. Die Stimme in meinem Kopf wurde, ungeachtet der objektiven Risiken bei diesem Projekt, immer eindringlicher, immer intensiver. „Tu es! Tu es! Tu es!“

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Shit happens – Über den Umgang mit Rückschlägen

Heute vor genau drei Wochen bin ich aus dem Iran wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Mein Vorhaben, die Kavir-Wüste im Iran zu Fuß von Nord nach Süd zu durchqueren, scheiterte bereits kurz nach Beginn an einem polizeilichen Verbot und zwang mich nach nur wenigen Kilometern zum Abbruch meiner Expedition. Nun, mit ein bisschen Abstand, sehe ich diese Erfahrung mittlerweile aus einer anderen Perspektive. Auch Rückschläge gehören zu unserem Leben und können für die Weiterentwicklung ungemein positive Auswirkungen haben, wenn wir nur die richtigen Konsequenzen daraus ziehen – im Sport wie im Berufsleben.

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Wie mein Traum in einer Sekunde zerplatzte

Nun ist es fast zweieinhalb Wochen her, als sich mein Traum – die Kavir Wüste im Iran zu Fuß von Nord nach Süd zu durchqueren – in Luft auflöste. Die Bilder und Erlebnisse aus dem Iran sind nach wie vor sehr lebendig und gegenwärtig. Ich kann teilweise immer noch nicht glauben, was passiert ist, beziehungsweise wie die Reise schlussendlich für mich verlaufen ist. In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie es mir auf dem Polizeirevier in Damghan ergangen ist und warum ich nicht weiterlaufen durfte.

Nachdem ich in der iranischen Stadt Damghan am nördlichen Rand der Kavir Wüste am 21. Oktober 2016 losgelaufen bin, haben mich nach nicht mal 20 Kilometer zwei Polizisten angehalten. Ich mache mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt keinen Kopf, dass etwas schief gehen kann, da ich alle notwendigen Papiere bei mir habe. Zunächst wollen die beiden Beamten meinen Reisepass sehen, den sie sich eine gefühlte Ewigkeit anschauen. Kritische Blicke, Gemurmel auf Persisch, vereinzelt Gelächter. Einer der beiden Polizisten spricht immer wieder in sein Funkgerät. Die Zeit vergeht nur sehr langsam. Was soll das hier? Was habe ich zu erwarten? Zu diesem Zeitpunkt denke ich nur an eine Polizeikontrolle und rechne damit, dass ich gleich weiterlaufen darf.

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Ein Beginn voller Vorfreude

Nun bin ich bereits, während ich diese Zeilen hier schreibe, seit über einer Woche wieder in Deutschland. Die vergangenen Tage verbrachte ich mit meiner Familie. Eine erholsame und wunderschöne Zeit, die ich sehr genossen und in der ich viel Kraft getankt habe.

Doch so wundervoll die gemeinsame Zeit für mich ist, ertappe ich mich immer wieder dabei, über meine Expedition im Iran nachzudenken. Die Bilder und Erlebnisse sind nach wie vor sehr lebendig und gegenwärtig. Ich kann teilweise immer noch nicht glauben, was passiert ist bzw. wie die Reise schlussendlich für mich verlaufen ist.

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