In wenigen Wochen ist es soweit und mein neues Buch „Abenteuer Motivation – Impulse eines Extremläufers“ erscheint. In den letzten Tagen und Wochen habe ich nochmals sehr viel Zeit und Energie in das Buchprojekt investiert und freue mich nun, Euch schon vorab die ersten Inhalte daraus präsentieren zu dürfen. Wir fangen mit einem sehr zentralen Thema an, das uns alle — ob Sportler, Banker, Student oder Mechaniker – angeht: mit dem Glauben.

Glaube: Wovon du überzeugt bist, wirst du erreichen

Wovon hängt der Erfolg einer großen Laufexpedition letztendlich ab? Gute Vorbereitung – ja. Willenskraft – ganz sicher. Ausdauer – auf jeden Fall. Sicherlich auch von Faktoren wie dem Wetter oder dem Gesundheitszustand. Doch im Kern entscheidet der Glaube über Erfolg und Misserfolg einer Expedition. Du wirst nur ganz selten etwas erreichen, wovon du nicht zu hundert Prozent überzeugt bist. Ich kann mich körperlich noch so gut vorbereiten, unzählige Stunden in mein Training investieren, wenn ich jedoch nicht an mich, meine Stärken und an das Projekt glaube, werde ich scheitern.

Der Glaube ist die stärkste unsichtbare Kraft, die wir haben. Das wertvollste nicht-physische Eigentum. Glauben ist die Fähigkeit, das Unsichtbare zu sehen und sich das Unvorstellbare vorzustellen. Und genau das befähigt dich das zu erreichen, was die breite Masse in der Gesellschaft für unmöglich hält. Glauben heißt, von einer Sache felsenfest überzeugt sein, etwas mit jeder Faser seines Körpers zu wollen. Unser Leben wird in einem erheblichen Maße durch unsere Glaubenssätze geprägt. Denn: Was wir glauben, das leben wir. Und wir entscheiden, was wir glauben wollen.

Diese Kraft wird völlig unterschätzt, denn wir sind viel zu sehr an der Macht der Wissenschaft orientiert und viel zu wenig an der Macht des eigenen Glaubens.

Wir assoziieren in unserer Gesellschaft mit Glauben religiösen Glauben, doch nur der Glaube an dich und deine Fähigkeiten ist für deinen Lebenserfolg entscheidend. Ein starker Glaube befähigt dich dazu, Realitäten zu schaffen, die andere für unmöglich halten. Das habe ich als Extremsportler unzählige Male selbst erlebt. 1.120 Kilometer in 15 Tagen durch das australische Outback zu laufen, ist für die meisten Menschen unvorstellbar. Für mich war es dies anfangs auch. Doch dann veränderte ich mein Denken und meinen Glauben in Bezug auf dieses Vorhaben. Aus der anfänglichen Unsicherheit wurde immer mehr Gewissheit. Die Bedenken wandelten sich in Klarheit um. Die Zweifel verschwanden. „Run to the Rock“ wurde ein erfolgreiches Projekt. Ich schaffte es, weil ich von vorneherein fest daran glaubte, dass ich es schaffen kann. Wir erreichen etwas, weil wir glauben, dass wir es erreichen können. Frage dich deshalb: Hast du im Griff, was du glaubst? Oder hat dein Glaube dich im Griff?

Das ist ein Teil des Kapitels, das ihr dann im Oktober im Buch lesen könnt. In der nächsten Woche beschäftigen wir uns mit Zielen.