Expedition Kavir

Shit happens – Über den Umgang mit Rückschlägen

Heute vor genau drei Wochen bin ich aus dem Iran wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Mein Vorhaben, die Kavir-Wüste im Iran zu Fuß von Nord nach Süd zu durchqueren, scheiterte bereits kurz nach Beginn an einem polizeilichen Verbot und zwang mich nach nur wenigen Kilometern zum Abbruch meiner Expedition. Nun, mit ein bisschen Abstand, sehe ich diese Erfahrung mittlerweile aus einer anderen Perspektive. Auch Rückschläge gehören zu unserem Leben und können für die Weiterentwicklung ungemein positive Auswirkungen haben, wenn wir nur die richtigen Konsequenzen daraus ziehen – im Sport wie im Berufsleben.

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Wie mein Traum in einer Sekunde zerplatzte

Nun ist es fast zweieinhalb Wochen her, als sich mein Traum – die Kavir Wüste im Iran zu Fuß von Nord nach Süd zu durchqueren – in Luft auflöste. Die Bilder und Erlebnisse aus dem Iran sind nach wie vor sehr lebendig und gegenwärtig. Ich kann teilweise immer noch nicht glauben, was passiert ist, beziehungsweise wie die Reise schlussendlich für mich verlaufen ist. In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie es mir auf dem Polizeirevier in Damghan ergangen ist und warum ich nicht weiterlaufen durfte.

Nachdem ich in der iranischen Stadt Damghan am nördlichen Rand der Kavir Wüste am 21. Oktober 2016 losgelaufen bin, haben mich nach nicht mal 20 Kilometer zwei Polizisten angehalten. Ich mache mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt keinen Kopf, dass etwas schief gehen kann, da ich alle notwendigen Papiere bei mir habe. Zunächst wollen die beiden Beamten meinen Reisepass sehen, den sie sich eine gefühlte Ewigkeit anschauen. Kritische Blicke, Gemurmel auf Persisch, vereinzelt Gelächter. Einer der beiden Polizisten spricht immer wieder in sein Funkgerät. Die Zeit vergeht nur sehr langsam. Was soll das hier? Was habe ich zu erwarten? Zu diesem Zeitpunkt denke ich nur an eine Polizeikontrolle und rechne damit, dass ich gleich weiterlaufen darf.

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Ein Beginn voller Vorfreude

Nun bin ich bereits, während ich diese Zeilen hier schreibe, seit über einer Woche wieder in Deutschland. Die vergangenen Tage verbrachte ich mit meiner Familie. Eine erholsame und wunderschöne Zeit, die ich sehr genossen und in der ich viel Kraft getankt habe.

Doch so wundervoll die gemeinsame Zeit für mich ist, ertappe ich mich immer wieder dabei, über meine Expedition im Iran nachzudenken. Die Bilder und Erlebnisse sind nach wie vor sehr lebendig und gegenwärtig. Ich kann teilweise immer noch nicht glauben, was passiert ist bzw. wie die Reise schlussendlich für mich verlaufen ist.

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Es läuft im Leben nicht immer alles nach Plan

Gestern Morgen startete ich, wie geplant, meine Expedition Kavir und lief in der iranischen Stadt Damghan am nördlichen Rande der Wüste los. Nach ca 20 km hielt mich die Polizei an, nahm mich mit aufs Revier, verhörte mich und verbot mir schliesslich weiterzulaufen.

Während ich diese Zeilen hier schreibe, wollte ich durch die Kavir laufen, die Weite und Stille der Wüste genießen und die Einsamkeit erfahren.

Stattdessen musste ich mit Taxi und Bus wieder nach Teheran zurück. Der Chef des Polizei Reviers hat für mich höchstpersönlich ein Taxi organisiert.

Jetzt sitze ich hier in einem Hotel mitten in Teheran, es ist laut, chaotisch und hektisch.

Ich würde sooo gerne in der Wüste sein und laufen, doch ich darf nicht. Es ist frustrierend. Ich habe mich wie ein kleines Kind auf die Wüste gefreut, sehr viel Zeit und Energie in die Vorbereitung investiert, und nun das.

Ich werde vermutlich am Montag zurück in Deutschland sein und dann folgt ein weiterer Bericht.

Ein toller Start

Ich bin gestern morgen um 3 Uhr gut in Teheran angekommen. Ich habe mich schon gut akklimatisiert und ein wenig die Stadt erkundet. Überall werde ich angesprochen und freundlich begrüßt. Sehr gastfreundliche Menschen, wunderbare Begegnungen, eine laute Großstadt – so lassen sich die ersten Stunden in der iranischen Hauptstadt zusammen fassen.

Der heutige wunderbare Tag in Teheran bestätigte diesen ersten Eindruck. Selten zuvor habe ich auf einer Reise an einem Tag so viele Einladungen zum Essen und Übernachtungen bekommen. Die Menschen hier sind so unglaublich herzlich, gastfreundlich und neugierig. Das ist schwer in Worte zu packen.

Heute Abend darf ich zum vorletzten Mal in einem Bett schlafen. Morgen fahre ich mit dem Zug von Teheran nach Damghan, von wo ich am Freitag loslaufe.

Schon jetzt, nach 2 Tagen in Iran, bin ich glücklich, dass ich diese Reise angetreten habe und so dankbar.

Faszination Wüste

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Dieses weit verbreitete Zitat findet in vielen Lebensbereichen Anwendung. Besonders auch im Zusammenhang mit Abenteuern und Expeditionen. In zehn Tagen ist es soweit und ich darf wieder in einer Wüste sein. In der Kavir Wüste im Iran. Für mich ein besonderer Ort, der mich ungemein fasziniert.

Doch wie lässt sich die einzigartige Stimmung einer Wüste vermitteln? Wie kann die absolute Stille und unendliche Weite in Texte verpackt werden? Auf welche Weise lassen sich die vollkommene Abgeschiedenheit und das einfache Leben in einer Wüste transportieren? Geht das überhaupt?

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Die heiße Phase beginnt …

Morgen in zwei Wochen startet mein neues Abenteuer – die EXPEDITION KAVIR. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Lauftraining, Equipment testen, organisatorische Aspekte… Darüber spreche ich im Rahmen einer Trainingseinheit.

Selbstversorger in der Wüste – eine enorme Herausforderung

„Das Leben ist entweder ein aufregendes Abenteuer oder gar nichts.“

Dieses Zitat der amerikanischen Schriftstellerin Helen Keller spricht mir aus der Seele. Abenteuer reizen mich. Sie sind für mich das Salz in der Suppe des Lebens. Ich suche mir sportliche Herausforderungen, bei denen ich beim ersten Gedanken daran spüre, wie mein Puls rast, wie die Unruhe in meinem Inneren aufflammt und sich mein gesamtes Wesen auf einen winzig kleinen Ausschnitt eines Augenblicks verdichtet. Doch ich suche nicht einfach so das Risiko. Ich suche das intensive Leben. Es gibt in meinem Leben fast nichts Aufregenderes, als ein Abenteuer einzugehen, das meine eigene Grenze in Bezug auf das bereits Bekannte sprengt. Je weiter weg ich mich aus meiner Komfortzone bewege, je mehr ich auf mich selbst angewiesen bin, desto intensiver lebe ich die Momente.

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Wie ich mich während einer Expedition durch die Wüste ernähre

Morgen in drei Wochen geht sie los – die EXPEDITION KAVIR. Zu Fuß alleine 700 km durch die Kavir Wüste im Iran. Das Kribbeln nimmt zu; die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ein Aspekt bei der Expedition ist das Thema Ernährung. Was nehme ich mit? Nach welchen Kriterien wähle ich meine Verpflegung aus? Über das und vieles mehr spreche ich in diesem aktuellen Video.

Du musst schon da sein, bevor du ankommst

Dass sportliche Höchstleistungen wie mein 700 Kilometer-Lauf durch die Kavir Wüste im Iran mit körperlichem Training möglich sind, ist für viele verständlich. Doch unser Gehirn ist ebenso trainierbar. Der am besten trainierte Körper hilft dir nicht weiter, wenn du ihn nicht richtig einsetzen kannst. Trainieren kann fast jeder, aber seine Leistung im richtigen Augenblick zu erbringen, ist Kopfsache. Bei einem langen Wüstenlauf werden gut achtzig Prozent im Kopf entschieden. Je länger die Distanz, je unwägbarer die Expedition, umso wichtiger wird die mentale Stärke.

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