In unserem Leben ist im Grunde kein Tag wie der andere. Wir haben gute Tage, aber auch schlechte. Ist der Tag eher mies, spürt das nicht selten auch unser Umfeld. Du bist grantig, schottest Dich ab, durch die schlechte Stimmung geht irgendwann alles schief und Du hoffst, dass der Tag bald zu Ende ist und Du am nächsten Morgen eine neue Chance bekommst.

Diese Chance, einen Tag wirklich erfolgreich und positiv werden zu lassen, haben wir jeden Morgen. Nach dem Aufstehen lege ich meinen Grundstein hierfür – mit einem steten Morgenritual. Dieses wiederholt sich jeden Tag und wird nach einiger Zeit zu einer wichtigen Gewohnheit. Der wichtigste Baustein dieses Morgenrituals ist Dankbarkeit.

Viel zu selten machen sich die meisten Menschen bewusst, dass es ihnen eigentlich wirklich gut geht. Natürlich hat jeder sein Päckchen zu tragen. Dies können eine körperliche Einschränkung sein, ein mieser Job oder ein lauer Kontostand. Oftmals sieht man aber nur Dinge, die schlecht sind oder die man nicht hat. Was ist aber mit den Dingen, die wir haben? Familie, Gesundheit, ein Dach über dem Kopf, ein Leben in einem Land in dem Frieden herrscht? Dies sind essenzielle Dinge, die Grundpfeiler unseres Lebens sind. Geraten diese ins Wanken oder sind sie bedroht, wird das ganze Leben in Frage gestellt – Menschen flüchten z.B. aus eben diesen Gründen aus Kriegsgebieten.

In der Regel besitzen wir also recht viele Dinge – sowohl materiell, als aus ideell, für die wir von Herzen dankbar sein können.

Die beiden Forscher Robert Emmons und Michael McCullough haben in mehreren Studien untersucht, wie sich Dankbarkeit auf unsere Psyche, unser Leben auswirkt, wenn wir sie aktiv anwenden.

Das Gesamtergebnis lautet:
Dankbarkeit verändert unsere Psyche und damit auch unser physisches Wohlbefinden deutlich zum Positiven.

Grund genug, um den Tag mit einer gesunden Portion Dankbarkeit als festes Morgenritual zu starten.

Schreibe Dir auf, wofür Du dankbar bist. Wie bereits erwähnt, können dies materielle Besitztümer sein oder auch Gegebenheiten und Personen wie Familie, Gesundheitszustand, Wohnort….die Möglichkeiten sind hier unbegrenzt. Vieles, was wir im Laufe der Jahre als selbstverständlich voraussetzen, rückt so wieder in den Fokus und macht Dir deutlich, dass Du diese Dinge wertschätzen solltest, da sie unser Fundament sind, auf dem wir unser Leben aufbauen.

Wenn Du Dir jeden Morgen diese Dankbarkeit vornimmst, wirst Du viele Dinge bald aus einer anderen Perspektive sehen. Du erkennst, dass viele vermeintliche „Probleme“ nur relativ sind und sich mit einer positiveren Einstellung leichter lösen lassen und sich evtl. auch Lösungsansätze offenbaren, die vor dem neuen Morgenritual noch nicht vorhanden waren.

Nachdem Du morgens schriftlich festgehalten hast, wofür Du an diesem Tag dankbar bist, solltest Du Dir vor Augen führen, was er Besonderes mit sich bringt. Worauf freust Du Dich? Was könntest Du Tolles unternehmen? Was kannst Du heute erledigen, um Deinem Ziel wieder ein Stück näher zu kommen? Notiere Dir diese Dinge und die unangenehmeren Abschnitte des Tages werden kleiner und verlieren an Schrecken, da sie in den Hintergrund rücken – weit hinter das Positive was folgt.

Wichtig bei dieser Art des Morgenrituals ist die Schriftlichkeit. Notiere die Dinge für die Du dankbar bist und die positiven Aspekte des Tages, um sie zu visualisieren. So werden sie fest im Gehirn verankert und tragen effektiver zur positiven Grundeinstellung bei, die dafür sorgt, dass jeder Tag ein guter Tag wird.