Im heutigen Beitrag möchte ich Euch von meiner mentalen Vorbereitung für mein Run to the Rock Projekt erzählen. Gerade dem mentalen Bereich kommt ein ungemein großer Stellenwert zu, da sich meiner Meinung nach gut achtzig Prozent eines solchen Rennens im Kopf entscheiden.

Ein Lebensmotto von mir lautet: Die Grenze ist dort, wo die menschliche Vorstellungskraft endet. Wenn ich eine Idee zu einem neuen Laufabenteuer habe, geht es für mich zunächst immer darum, dass ich mir das Vorhaben klar und deutlich vorstellen kann. So war es auch bei Run to the Rock. Als ich die Strecke und die täglichen Distanzen konzipierte, sah ich mich schon im Outback laufen. Und vor allem ins Ziel laufen.

Wie sieht nun solch eine mentale Vorbereitung konkret bei mir aus? Für jedes große Laufabenteuer besorge ich mir Bilder von der Strecke, von der Umgebung und vor allem vom Ziel. Besonders das Foto vom Ayers Rock habe ich täglich in der Hand – es liegt neben meinem Bett auf dem Schrank. Jeden Morgen nach dem Aufwachen und jeden Abend vor dem Einschlafen nehme ich mir nur ein paar Minuten Zeit, nehme mir die Bilder vom Outback und vom Ayers Rock zur Hand und stelle mir das Abenteuer in allen Einzelheiten vor. Ich stelle mir zum Beispiel die langen, endlos erscheinenden Sandpisten vor. Oder ich denke an mögliche kritische Situationen, die ich mit Bravours meistere. Und ich male mir besonders immer wieder aus, wie ich mit Freudentränen in den Augen am Ayers Rock ankomme. Ich spüre dieses sagenhafte Kribbeln in meinem Körper, das vom Kopf bis zu den Fußspitzen reicht. Ich spüre die Gänsehaut, die mich auf den letzten Metern meines Zieleinlaufs begleitet. Ich schmecke auf meiner Zunge schon den Geschmack einer eisgekühlten Cola. Solche Dinge stelle ich mir wieder und immer wieder vor und benutze dabei alle meine fünf Sinne. Ich mache also nichts anderes, als mein großes Ziel zu visualisieren. Dabei entwickle ich mit Hilfe meiner Vorstellungskraft das Gefühl der Gewissheit, dass ich es schaffen werde. Ich lasse in meinem Kopf immer wieder das Bild ablaufen, wie ich erfolgreich am bekanntesten Felsen der Erde ankomme. Und bald verfüge ich über so viele positive Erfahrungen, dass ich mir meines Erfolgs sicher bin.

Ich habe also bereits gedanklich den Lauf erfolgreich beendet. Jetzt muss ich „nur“ noch physisch die große Herausforderung meistern.