Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren,die glücklich sind.

 Francis Bacon

Im Leben gibt es immer Höhen und Tiefen. Dabei machen wir es uns häufig zum Ziel, erfolgreicher zu werden, was nicht immer leicht gelingt. Ständig haben Menschen das Bedürfnis, sich mit anderen zu messen, besser, stärker und schneller zu sein. Am Ende des Regenbogens erwarten sie den Topf voll Gold in Form von Glück. Sie setzen dem Glücklichsein die Notwendigkeit von Erfolg voraus. Somit entsteht ein Druck, an dem der Erfolg – sei es in Arbeit oder Sport – nicht selten scheitert.

Ich habe mir in meinem Sport relativ schnell abgewöhnt, mich an anderen zu messen und jedes Rennen gewinnen zu wollen. Im Laufe der Jahre habe ich meine Ziele an meine Möglichkeiten angepasst. Ich muss kein Rennen gewinnen, um am Ende des Tages als glücklicher Mann die Strecke zu verlassen. Denn diese Frage sollte sich jeder stellen:

Kann ich nur glücklich sein, wenn ich Erfolg habe oder gibt es einen Weg, auch unabhängig davon ein glücklicher Mensch zu sein?

Um diese Frage beantworten zu können, sind die Beobachtungen des renommierten Harvard-Professors Shawn Achor von erstaunlicher Bedeutung. Er stellte bei seinen Forschungen fest, dass wir z.B. beruflich wesentlich erfolgreicher sein können, wenn wir glückliche Menschen sind. Die Produktivität unseres Gehirns steigert sich in einem glücklichen, positiven Zustand um bis zu 31%. Was für eine erstaunliche Zahl. Wer Glück vom Erfolg abhängig macht, kann diese 31% nicht abrufen und schränkt seine Möglichkeiten somit ein. Dieses Bewusstsein ist unglaublich wertvoll.

Bereits Kinder werden als Schüler ständig mit Klassenkameraden oder Freunden verglichen. Liefern sie nicht die gewünschten Noten, haben sie versagt und man redet ihnen ein, dass sie so niemals glücklich werden könnten im Leben, da Ihnen die Welt ohne entsprechend belegten Erfolg verschlossen bleibe. Erwartungen sollen an die Möglichkeiten des Einzelnen angepasst werden, wir müssen lernen, auch einmal mit der gegenwärtigen Gegebenheiten zufrieden zu sein und daraus ein positives Gefühl zu erlangen.

Laut Achor sind zwei wesentliche Komponenten wichtige Schlüssel zum Glück und daraus resultierend auch zu Erfolg:

Dankbarkeit und Achtsamkeit.
Schreibe an 21 aufeinander folgenden Tagen auf, wofür Du dankbar bist. Ich z.B. bin täglich dankbar für meine Familie, die Möglichkeit, meinen geliebten Sport ausüben zu dürfen und dafür, dass ich in einem Land leben darf, in dem Frieden herrscht, in dem es uns im Grunde gut geht.

Nach diesen 3 Wochen hast Du Dein Gehirn „umprogrammiert“ und erkennst, dass es keine allgemeine gesellschaftliche Messlatte braucht, um Erfolg zu verspüren. Mache Dir bewusst, dass Du – aller Widrigkeiten, die das Leben mit sich bringt zum Trotz – einige Gründe hast, um glücklich zu sein und Du wirst persönlichen Erfolg in einer völlig neuen Reichweite erleben.