Ich möchte in diesem Artikel an meinen Blogbeitrag der letzten Woche anknüpfen, indem ich Euch beschrieben habe, dass eine gesunde Portion Dankbarkeit, eingebunden in ein konstantes Morgenritual, entscheidend dazu beiträgt, dass wir glücklicher werden. Nicht jeder ist von Anfang an ein Optimist. Einige Menschen zweifeln alles zuerst einmal an und glauben nicht daran, dass sich schwierige Situationen positiv entwickeln können – dies sind Pessimisten. Sie sehen schwarz und das Glas halbleer. Dieser Gram ist nicht gesund. Eine negative Psyche kann sich langfristig auf unseren Körper auswirken und krank machen.

Optimist zu sein ist leicht, es zu werden bedarf ein wenig Arbeit, die sich jedoch für den Rest Eures Lebens auszahlt.

Wie bereits im Beitrag der vergangenen Woche beschrieben, beginnt der Tag mit der schriftlichen Visualisierung der Dinge, für die wir dankbar sind – egal ob materiell oder ideell. Anschließend picken wir uns die positiven Dinge des Tages heraus – worauf freue ich mich? Was macht den Tag besonders? Die unangenehmen Sachen rücken so weiter in den Hintergrund und verlieren zunehmend ihren Schrecken.

Die Schriftlichkeit ist das A und O für eine positive Entwicklung der Psyche. Wenn man liest, was gut ist, was funktioniert, wird es leichter verinnerlicht und ist schneller abrufbar. Daher führen wir das erläuterte Morgenritual fort.

Es bringt uns im Leben nicht weiter, immer den Dingen nachzutrauern, die wir nicht können, nicht haben, nicht besitzen. Wesentlich effektiver ist es, zu beleuchten und festzuhalten, was uns bisher voran gebracht hat, was wir besitzen, wofür wir dankbar sein können. Darauf können wir aufbauen. Dies ist die Motivation für neue Ziele.

Eine Studie von Dr. Martin Seligman, Begründer der positiven Psychologie und Direktor der Pennsylvania Universität, zeigte im Ergebnis eindeutig, dass durch das Festhalten der Dankbarkeit und der positiven Geschehnisse des Tages die gesamte Grundeinstellung der Probanden sich deutlich zum Positiven verändert hat.

Nachdem wir morgens nach dem Aufstehen bereits positive zu erwartende Dinge aufgeschrieben haben, beleuchten wir nun abends auch vor dem Schlafengehen den vergangenen Tag. Was war tatsächlich positiv? Was hat mich glücklich gemacht?

Diese Vor- und Rückschauen auf die guten Dinge des Tages müssen zu festen Ritualen im Tagesablauf werden. Führt man 21 Tage lang solche Rituale konstant durch, werden sie erwiesenermaßen zu erfolgreichen Gewohnheiten und lassen sich aus dem Tagesablauf nur noch schwer wegdenken.

Es sind diese Gewohnheiten, die Optimisten erschaffen. Selbst der größte Pessimist kann so „umgepolt“ werden und im Leben endlich glücklich sein, denn mit einer grundlegend negativen Lebenseinstellung ist man keinesfalls glücklich.

Auch wenn es an manchen Tagen schwerfällt, einen die Müdigkeit übermannt – dieser tägliche Termin mit dem eigenen Ich muss eingehalten werden, denn Konstanz ist hier unverzichtbar. Wir selbst sollten uns so viel wert sein, dass wir uns diesen kleinen Aufwand gönnen, um eines Tages aus tiefster Überzeugung sagen zu können „Ich bin glücklich!“.