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Müde und zufrieden

Ja, das war schon eine große Runde. Genau 80 Kilometer zeigte mir meine Laufuhr an, als ich heute Vormittag wieder in Waldbronn war. Müde und zufrieden.

Als ich gestern Abend um 22 Uhr loslief, war das schon ein ungewöhnliches Gefühl, in die Dunkelheit abzutauchen. Zunächst führte mich meine Route über Langensteinbach, Ittersbach, Langenalb, Marxzell nach Ettlingen. In Langenalb kam ich nochmals in den Genuss von Schnee.

Eine große Unterstützung war mein Lauffreund Michael, der um vier Uhr in Ettlingen auf mich wartete und mich dreißig Kilometer begleitete. Es war eine sehr willkommene Abwechslung. Danke Michael!

Jetzt freue ich mich auf ein paar ruhige Tage mit meiner Familie. Frohe Ostern!

Noch 11 Tage…Längste Trainingseinheit steht heute Abend an

Der Countdown läuft…In elf Tagen geht es los. Die Vorfreude nimmt immer mehr zu und auch das Kribbeln im Bauch. Heute Morgen habe ich mein Visum für Bhutan erhalten.

Doch jetzt steht erst einmal Ostern vor der Tür. Bevor ich jedoch mit meiner Familie gemütliche und ruhige Feiertage verbringe, ist nochmals Training angesagt. Heute Abend laufe ich meine längste Trainingseinheit für das „Abenteuer Donnerdrache“. Und diese laufe ich vor allem bei Nacht. Um 22 Uhr starte ich, mit kleinem Rucksack auf dem Rücken, und laufe Richtung Rheinebene. 85-90 Kilometer sind das Ziel. Um vier Uhr stößt mein Lauffreund Michael dazu und begleitet mich auf den letzten 40 Kilometern. Während ich diese Zeilen schreibe, freue ich mich schon auf heute Abend; denn das Laufen bei Nacht ist für mich etwas ganz Besonderes. Die Ruhe und das Laufen mit Stirnlampe üben eine starke Faszination auf mich aus. Es ist ein tolles Gefühl bei Nacht durch den Wald laufen zu dürfen.

Doch ich freue mich auch, Ostern mit meiner Familie zu verbringen und dabei den einen oder anderen Schokohasen zu „verdrücken“.

Kurzer Aufenthalt in Zermatt

Am gestrigen Freitag habe ich wieder eine lange Trainingseinheit absolviert. 60 Kilometer am Stück zeigte meine Laufuhr am Abend an. Bei Sonnenschein und angenehmen zehn Grad lief ich durch das herrliche Pfinztal Richtung Pforzheim. Meine müden Beine freuten sich dann am Abend auf eine heiße Badewanne.

Jetzt befinde ich mich in Zermatt, wo ich heute Abend einen gelungenen Vortrag vor einem internationalen Publikum hielt. 26 verschiedene Nationen waren vertreten. Ich genieße es hier sein zu dürfen. Im Jahr 2009 war ich, im Rahmen des Zermatt Marathon, das letzte Mal hier. Das Matterhorn, das Wahrzeichen Zermatts und sicherlich einer der schönsten Berge der Welt, hat sich seit meiner Ankunft hinter Wolken versteckt. Doch das macht meiner guten Laune keinen Abbruch. Morgen drehe ich hier noch eine Runde – gut 30 Kilometer mit diversen An- und Abstiegen – bevor es dann am Nachmittag wieder nach Hause geht.

Das Matterhorn und die Schweizer Alpen sind ein guter Vorgeschmack auf viel höhere Berge, die ich schon bald mit eigenen Augen sehen werde: im Himalaya. In gut zwei Wochen geht es los. Ich freue mich auf Bhutan und das „Abenteuer Donnerdrache“.

Bhutan – Das unglaubliche Land des Donnerdrachen

Anfang April breche ich zu einem der faszinierendsten Länder dieser Welt auf, wie ich meine! Mein bevorstehendes „Abenteuer Donnerdrache“ führt mich in das Königreich Bhutan. Ich werde dort nach meinem bisher längsten Non-Stop Lauf über 250 Kilometer mein Ziel, das berühmte Tiger’s Nest, ein in einen Felsen gebautes sehr hochgelegens Kloster, erreichen.

Im Vorfeld dieses Abenteuers habe ich mich natürlich genau über Land und Leute informiert. Was ich entdeckt habe, ist unglaublich und voll von Kontrasten. Bhutan ist eines der am spärlichsten besiedelten Länder der Erde, von 672.425 Bhutanern leben 79% in ländlichen Gebieten! Das Wesen der Bhutaner – ursprünglich, zuversichtlich und sanft – hat seinen Ursprung in der unabhängigen Geschichte des Königreiches. Bhutaner haben Sinn für Humor und – besonders schön – akzeptieren andere Kulturen. Die Menschen West-Bhutans werden als Ngalops bezeichnet, welche von den Tibetern abstammen. Den Osten des Landes bewohnen Scharchops, wahrscheinlich die Ureinwohner der Region. Im Süden leben nepalesisch-stämmige Lhotsampas, die sich dort im 19. Jahrhundert niederließen. Die Einwohner in Bhutan sind äußerst unabhängige Menschen – das Königreich wurde nie kolonialisiert oder stand unter sonstiger Kontrolle. Traditionell zeichnet sich die Gesellschaft durch kleine verstreute Gemeinden aus, die völlig abgeschieden und unabhängig voneinander existieren. Die erste befahrbare Straße Bhutans wurde erstaunlicherweise erst 1961 fertiggestellt – sie verband das Land nach Süden hin mit Indien und wurde mit der Zeit zu einer Bundesstraße ausgebaut, die sich durch fast ganz Bhutan zieht.

Dzongkha ist die Amtssprache und Englisch – wie es heisst – weitverbreitet. Daneben existieren ca. 19 offiziell anerkannte Sprachen und Dialekte. Ich kann nur hoffen, während meines Laufes auf englischsprachige Einwohner zu treffen. J Die Vielfalt an Sprachen zeugt auch von der kulturellen Fülle dieses kleinen, so hochinteressanten Landes. Ganz gleich, wie einfach ihr Leben sein mag, haben Bhutaner angeblich immer ein begrüßendes Lächeln für Besucher übrig. Sie gelten als sehr gastfreundlich und behandeln alle Besucher mit Respekt. Ich fühle mich privilegiert, durch ein so wunderbares Land laufen zu dürfen und freue mich darauf, alle gewonnenen Eindrücke hier im Blog zu teilen!

Bhutan rückt immer näher… und das Trainingspensum steigt

Am gestrigen Freitag habe ich meine bisher längste Trainingseinheit absolviert. Eine große Runde, 70 Kilometer am Stück, ging es durch den Nordschwarzwald. Das Ziel dabei: die Teufelsmühle, eines meiner beliebtesten Trainingsgebiete. Da zieht es mich ganz oft hin. Als ich morgens um acht Uhr bei mir in Waldbronn losgelaufen bin, hatte ich das Vergnügen, durch Neuschnee laufen zu dürfen. Nur eine ganz dünne Schneeschicht – wie Puderzucker. Das war wunderschön. Ein Genuss zu laufen.

Dreimal bin ich insgesamt die Teufelsmühle rauf und runter gelaufen; das machte insgesamt neun Kilometer bergauf und neun Kilometer bergab. Dazu kamen ja noch die gut 26 Kilometer von Waldbronn bis zum Beginn des Anstiegs zur Teufelsmühle. Als mein Magen nach etwas Essbarem verlangte, kam ich dem Bedürfnis gerne nach und gönnte mir an der Rißwasenhütte eine kurze Pause. Die Sonne zeigte sich in voller Pracht am blauen Himmel. Die Sonnenstrahlen kitzelten auf meiner Haut. Jede einzelne Sekunde kostete ich voll aus, bevor es weiter Richtung Teufelsmühle ging.

Mit einer gesunden Müdigkeit fiel ich am Abend ins Bett, im Bewusstsein, dass ich heute meinem großen Vorhaben „Abenteuer Donnerdrache“ wieder ein großes Stück näher gekommen bin.

Kilometer um Kilometer für das „Abenteuer Donnerdrache“

In fünf Wochen bin ich schon fast in Bhutan. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Die Vorfreude auf das Königreich im Himalaya und das Kribbeln im Bauch nehmen fast täglich zu. Jeden Tag beschäftige ich mich mit meinem großen Ziel, studiere die Route, lese im Reiseführer und recherchiere im Internet zu Land und Leute.

Doch bevor es am 8. April 2013 in den Flieger geht, ist erst einmal noch Training angesagt. Jetzt geht es in die heiße Phase… Der März ist der Monat mit den größten Kilometer Umfängen und den längsten Trainingseinheiten. Am letzten Wochenende bin ich jeweils einen Marathon gelaufen – moderat in 6:00 bis 6:30 Minuten pro Kilometer. Diese Einheiten habe ich sehr gut weggesteckt. Es hat mir richtig Freude gemacht, die Sonne auf meiner Haut zu spüren – da fällt das Laufen doch gleich viel leichter.

Momentan bewege ich mich bei gut 120 – 130 Kilometern pro Woche. Und es werden noch mehr. Mitte und Ende März werde ich Dauerläufe von 80 – 90 Kilometer am Stück machen. Die Geschwindigkeit ist dabei gar nicht so entscheidend als vielmehr die gelaufenen Kilometer und die Dauer. Bei diesen langen Einheiten laufe ich bewusst auch durch die Nacht. Da ich beim „Abenteuer Donnerdrache“ zwei Nächte durchlaufen werde ohne längere Schlafpausen, ist es enorm wichtig, dies in meiner Vorbereitung zu simulieren. Ich freue mich jetzt schon, bald die An- und Abstiege bei der Teufelsmühle im Nordschwarzwald rauf und runter rennen zu dürfen. Ein Genuss – auch und gerade in der Dunkelheit!

Zum Lauftraining „arbeite“ ich dreimal in der Woche mit meinen Kettlebells. Diese Kugelhanteln sind schon eine tolle Erfindung. Ich habe sie Ende vergangenen Jahres durch meinen Lauffreund Harald kennengelernt und bin ein richtiger Fan von dieser Art des Trainings geworden.

Während ich diese Zeilen schreibe, ist die Sonne schon wieder da, und ich freue mich, gleich wieder eine Runde laufen zu dürfen.

Braveheart Battle – Auf mich wartet die Hölle von Münnerstadt

Bevor es für mich nach Bhutan zu meinem großen Lauf „Abenteuer Donnerdrache“ geht, wartet noch eine Herausforderung der etwas anderen Art auf mich. Am 9. März 2013 nehme ich am legendären BraveheartBattle teil. Der BraveheartBattle ist ein herausfordernder Extremlauf der besonderen Art. Nicht ohne Grund nennt sich dieser Lauf auch „Die Hölle von Münnerstadt“!

Als Teilnehmer quäle ich mich aber nicht nur für Ruhm und Ehre, sondern tue dies für einen guten Zweck, nämlich um den Verein Kinderschutzengel e.V. zu unterstützen. Jeder gelaufene Kilometer kommt diesem wunderbaren karitativen Zweck zugute. Auch Oli P und sein Schauspiel und Moderatorenkollege Pete Dwojak sind mit von der Partie. Wir helfen gemeinsam mit dieser Aktion kranken und notleidenden Kindern und gehen extrem motiviert in diese große Herausforderung.

Der Lauf mit bis zu 3.000 Teilnehmern führt uns über eine anspruchsvolle 24 Kilometer lange Naturstrecke mit 40 künstlichen und natürlichen Hindernissen. Die besondere extreme Aufgabe des BraveheartBattle: Es droht sofortige Disqualifizierung, wenn wir ein Hindernis auslassen oder nicht schaffen. Ich denke, der Braveheart Battle ist perfekt dafür geeignet, mein persönliches Motto „break your limits“ voll und ganz abermals auszuleben!

Nach dem Lauf werde ich hier im Blog berichten, wie ich die Hölle von Münnerstadt er- und überlebt habe.

Auf zum Donnerdrachen…

Heute freue ich mich ganz besonders, über zwei Dinge. Erstens über den Launch meines neuen Blog-Formats! Dieser Blog soll ein zentrales Element der Berichterstattung über meine Abenteuer sein. Ich werde euch über den jeweils aktuellen Stand meiner Laufabenteuer informieren, über die Trainingsabläufe berichten und natürlich nach meiner Rückkehr erzählen, wie das Abenteuer für mich abgelaufen ist, die Höhepunkte und schwierigsten Momente beleuchten und mit Euch teilen!

Der zweite Grund meiner Freude ist: mein neuestes Projekt „Abenteuer Donnerdrache“. Ich liebe das Extreme und setze mir ja gerne anspruchsvolle Ziele. Daher ist es in diesem Frühjahr mein Ziel, einen Extremlauf im Königreich Bhutan zu machen! Am 13. April 2013 starte ich in Trongsa, in Central Bhutan, meinen bisher längsten Nonstop-Lauf über 250 Kilometer! Dafür habe ich mir ein Zeitlimit von 60 Stunden gesetzt! Ich laufe alleine, nur in Begleitung von zwei Guides und zwei Fahrern. Das Ziel ist das „Tiger’s Nest“, die weltberühmte Tempelanlage von Bhutan, 3140 Meter über dem Meeresspiegel. Und genau die Höhe ist auch die besondere Herausforderung an diesem Projekt: Auf den geplanten 250 Kilometern werde ich einen Unterschied von knapp 8000 Höhenmetern auf einer Höhenlage von bis zu 3500 Metern zu verkraften haben. Deshalb werde ich in der Vorbereitungsphase in einer Höhenkammer trainieren. Es wird sehr spannend.

Der besondere Reiz besteht für mich auch darin, diese unglaubliche Distanz durch eines der faszinierendsten und landschaftlich reizvollsten Länder der Erde zu laufen. Warum nenne ich mein neues extremes Abenteuer Donnerdrache? Bhutan ist bekannt als das Land des Donnerdrachen, er ist auch Wappentier des buddhistischen Königreiches.

Ich werde in der Folge hier weiter über die Vorbereitungen zum Projekt „Abenteuer Donnerdrache“ berichten! Eines ist mir heute schon klar, dieses Abenteuer wird meine körperlichen und mentalen Grenzen abermals auf die Probe stellen und erweitern. Ganz nach meinem Motto „Die Grenze ist dort, wo die menschliche Vorstellungskraft endet.“

Momente down under I

Wieder zuhause

Herzlichen Dank für die unglaublich vielen Glückwünsche und Nachrichten, die ihr mir während “Run to the Rock” geschickt habt. Darüber habe ich mich sehr, sehr gefreut. DANKE!!! Ich bin wieder gesund und munter in Deutschland angekommen und genieße nochmals die zahlreichen Eindrücke und wunderschönen Momente aus Down Under. Der Lauf war enorm anspruchsvoll und eine sehr intensive Erfahrung für mich. Definitiv meine bisher größte sportliche Herausforderung. Die kommenden Tage und Wochen werde ich mich – zumindest sportlich – entspannen und läuferisch etwas kürzer treten.

Mehr Impressionen (in Text und Bild) zu “Run to the Rock” in Kürze.