Ziele

Mein Jahr 2017 – Zeit für Dankbarkeit

In wenigen Tagen ist Weihnachten, das Jahr ist fast schon wieder vorbei. Draußen sind überall Menschen zu sehen, die in größter Hektik ihre letzten Feiertags-Einkäufe erledigen, um mit ihren Liebsten ein schönes, ruhiges Weihnachten zu verbringen. Ich entziehe mich diesem Trubel für einen Moment, indem ich diesen Artikel schreibe und dabei nun einmal auf mein Jahr 2017 zurück blicke. (mehr …)

Glaube: Wovon du überzeugt bist, das wirst du erreichen

Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft

(Marie von Ebner-Eschenbach, 1830–1916)

Wovon hängt der Erfolg einer großen Laufexpedition ab?

Gute Vorbereitung – ja. Willenskraft – ganz sicher. Ausdauer – auf jeden Fall. Sicherlich auch von Faktoren wie dem Wetter oder dem Gesundheitszustand. Doch im Kern entscheidet der Glaube über Erfolg und Misserfolg einer Expedition. Du wirst nur ganz selten etwas erreichen, wovon du nicht zu hundert Prozent überzeugt bist. Ich kann mich körperlich noch so gut vorbereiten, unzählige Stunden in mein Training investieren, wenn ich jedoch nicht an mich, meine Stärken und an das Projekt glaube, werde ich scheitern.

Der Glaube ist die stärkste unsichtbare Kraft, die wir haben. Das wertvollste nicht-physische Eigentum. Glauben ist die Fähigkeit, das Unsichtbare zu sehen und sich das Unvorstellbare vorzustellen. Und genau das befähigt dich das zu erreichen, was die breite Masse in der Gesellschaft für unmöglich hält. Glauben heißt, von einer Sache felsenfest überzeugt sein, etwas mit jeder Faser seines Körpers zu wollen. Unser Leben wird in einem erheblichen Maße durch unsere Glaubenssätze geprägt. Denn: Was wir glauben, das leben wir. Und wir entscheiden, was wir glauben wollen.

Diese Kraft wird völlig unterschätzt, denn wir sind viel zu sehr an der Macht der Wissenschaft orientiert und viel zu wenig an der Macht des eigenen Glaubens.

Wir assoziieren in unserer Gesellschaft mit Glauben religiösen Glauben, doch nur der Glaube an dich und deine Fähigkeiten ist für deinen Lebenserfolg entscheidend. Ein starker Glaube befähigt dich dazu, Realitäten zu schaffen, die andere für unmöglich halten. Das habe ich als Extremsportler unzählige Male selbst erlebt. 1.120 Kilometer in 15 Tagen durch das australische Outback zu laufen, ist für die meisten Menschen unvorstellbar. Für mich war es dies anfangs auch. Doch dann veränderte ich mein Denken und meinen Glauben in Bezug auf dieses Vorhaben. Aus der anfänglichen Unsicherheit wurde immer mehr Gewissheit. Die Bedenken wandelten sich in Klarheit um. Die Zweifel verschwanden. „Run to the Rock“ wurde ein erfolgreiches Projekt. Ich schaffte es, weil ich von vorneherein fest daran glaubte, dass ich es schaffen kann. Wir erreichen etwas, weil wir glauben, dass wir es erreichen können. Frage dich deshalb: Hast du im Griff, was du glaubst? Oder hat dein Glaube dich im Griff?

Das Eigenartige dabei ist: Kein Mensch kann ihn sehen, er ist nicht greifbar und auch nicht messbar, aber der Glaube ist in Wirklichkeit der alles entscheidende Faktor, wenn wir über persönlichen Erfolg sprechen. Er stellt die Ursache und gleichzeitig die Basis für alle anderen Schritte dar. Der Glaube ist ganz eng mit deiner Sache und dem Erreichen deines Ziels verbunden.

Glaubenssätze entstehen durch Gedanken. Ein Glaubenssatz ist nichts anderes als ein Gedanke, den du so oft gedacht hast, dass du ihn für wahr hältst, und der täglich deine Lebensrealität spiegelt. Deine Glaubenssätze steuern eine Vielzahl deiner Gedanken. Diese erzeugen dann Gefühle. Aus diesen Gefühlen kommst du ins Handeln. Dein Handeln produziert deine Ergebnisse, die dann dein Leben werden. Sobald du es geschafft hast, deine Glaubenssätze zu verändern, veränderst du auch dein Denken.

Warum gibt es Menschen, die ihre eigenen Grenzen immer weiter verschieben, die scheinbar leichtfüßig von einem Erfolg zum nächsten eilen? Und wiederum andere, die stets nur in der eigenen Komfortzone bleiben? Es sind die Glaubenssätze, die den Unterschied ausmachen. Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob du glaubst „Ich muss bis zur Rente arbeiten“ oder ob du glaubst „Ich bin ab 40 finanziell unabhängig“. Es ist ein großer Unterschied, ob du glaubst „Das schaffe ich“ oder ob du glaubst „Das ist eine Nummer zu groß für mich“.

Wenn du dir in deiner Vorstellung den Erfolg vorstellst, aber glaubst, dass du scheitern wirst, dann wirst du scheitern. Denn der Glaube ist stärker als die Vorstellungskraft. Wenn du beispielsweise glaubst, Abteilungsleiter in deinem Unternehmen zu werden, gleichzeitig aber starke Zweifel daran hast, die auf der Gefühlsebene stärker sind als dein Glaube, dann werden deine Zweifel gewinnen und die Position des Abteilungsleiters bleibt unerreichbar.

Apropos Vorstellungskraft: Ich bin überzeugt davon, dass ein Mensch, der keine große Vorstellungskraft besitzt, sie nie trainiert und entwickelt hat, im Leben auch nichts Großes erreichen kann. Grundlage dafür ist der Glaube. Und dieser wiederum bildet die Grundlage für das zielgerichtete Einsetzen der Vorstellungskraft.

Wenn du deine großen Träume, Ziele im Leben verwirklichen möchtest, dann musst du deinen Glauben entwickeln und einsetzen. Wenn du felsenfest an deine Ziele glaubst, dann fühlst du die Gewissheit, dass deine Wünsche sich verwirklichen werden. In dem Moment akzeptierst du nämlich, dass Gedanken in Wirklichkeit Tatsachen sind, und dass im Leben immer das Realität wird, was im Einklang zu deinen Gefühlen steht. Du wirst, woran du glaubst.

Mein Impuls

In unserem Leben passiert immer das, woran wir glauben. Was du glaubst, wird früher oder später Realität. Egal ob du bewusst daran denkst oder nicht. Dein Geist funktioniert auf Basis deines Glaubens und deiner Glaubenssätze. Glaube ist eine Einstellung, eine innere Gewissheit. Wenn du felsenfest glaubst, dass du etwas schaffst, dann schaffst du es auch. Die Betonung liegt dabei auf felsenfest. Es dürfen keinerlei Zweifel bestehen. Wenn du glaubst, dass etwas eine Nummer zu groß für dich ist, dann wird es so lange eine Nummer zu groß für dich sein, solange du glaubst, dass es eine Nummer zu groß für dich ist. Handle jeden Tag so, als wäre die Sache, an die du felsenfest überzeugt bist, bereits Realität. Es gibt keinen wahren und falschen Glauben. Es gibt nur deinen Glauben.

Was glaubst du über dich? Über deine Zukunft? Über das Leben?

Mach dir deine Glaubenssätze bewusst. Schreibe alle Glaubenssätze, positive und negative, auf ein Blatt Papier.

Sei dabei bitte ehrlich zu dir selbst. Frage dich: Wer hat das zu mir gesagt? Wo kommt diese Überzeugung in Wirklichkeit her? Wie wirkt sich dieser Glaubenssatz in meinem Leben aus?

Der Monat der ersten Male

Der November hat es für mich in diesem Jahr in sich. Im positiven Sinne. Ich habe mich lange auf diesen Monat vorbereitet und mir hohe Ziele gesteckt. Doch sind es Ziele, von denen ich weiß, dass ich sie erreichen kann und erreichen werde, was ich von einem bereits behaupten darf: (mehr …)

Glück durch Erfolg oder Erfolg durch Glück?

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren,die glücklich sind.

 Francis Bacon

Im Leben gibt es immer Höhen und Tiefen. Dabei machen wir es uns häufig zum Ziel, erfolgreicher zu werden, was nicht immer leicht gelingt. Ständig haben Menschen das Bedürfnis, sich mit anderen zu messen, besser, stärker und schneller zu sein. Am Ende des Regenbogens erwarten sie den Topf voll Gold in Form von Glück. Sie setzen dem Glücklichsein die Notwendigkeit von Erfolg voraus. Somit entsteht ein Druck, an dem der Erfolg – sei es in Arbeit oder Sport – nicht selten scheitert. (mehr …)

Extrameile: Es darf ruhig auch mal weh tun

Wenn einer von dir verlangt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh mit ihm zwei.

(Jesus)

Wenn du zehn Liegestütze machst, welche davon ist die wichtigste? Antwort: die Elfte. Bei den Liegestützen mache ich jeden Tag nur einen Satz und gebe dabei alles. Also so viele Liegestütze wie möglich. Und wenn ich absolut nicht mehr kann, dann mache ich noch einen Liegestütz. Diesen „Extra-Liegestütz“ schaffe ich nicht jedes Mal. An manchen Tagen klappt es, an anderen wiederum nicht. Das ist nicht schlimm. Mir geht es dabei um das Prinzip, das dahinter steht. (mehr …)

Teamwork: Motivation durch das richtige Umfeld

Mit einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen.

(Unbekannt, Mongolei)

Wenn du mich auf meinen Vorträgen erlebst oder meine Laufabenteuer verfolgst, kann der Eindruck entstehen, dass ich ein Einzelkämpfer und Individualist bin. Weit gefehlt. Ohne mein Team wäre ich nichts. Ohne meine Redneragentur, ohne meinen Fotografen, ohne meinen Physiotherapeuten, ohne mein Support Team und vor allem ohne meine Familie wäre ich nichts. (mehr …)

Absolut: Es geht nur um dich

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.

(Soren Kierkegaard, 1813–1855)

Immer wieder ein Abenteuer zu suchen, ins Unbekannte aufzubrechen, eine völlig neue Erfahrung zu machen, fasziniert mich ungemein. Das stellt für mich die Essenz des Lebens dar. Pure Lebensfreude. Aber auch das traditionelle Laufen und die klassische Leichtathletik begeistern mich nach wie vor. Vor Mittelstrecken wie beispielsweise einem 800 Meter-Lauf habe ich allergrößten Respekt. In diesem Sport entscheiden oft Hundertstelsekunden über Gold, Silber und Bronze. Ein Rennen, das mir bis heute sehr lebendig in Erinnerung geblieben ist, war der Finallauf über 800 Meter bei den Olympischen Spielen in London im Jahr 2012.

Ich habe dieses Ereignis deswegen noch lebhaft vor Augen, weil bei diesem Rennen alle acht Läufer unter einer Zeit von 1:44 Minuten blieben, was es zuvor noch niemals gegeben hatte. Sieben der acht Finalisten stellten eine persönliche Bestzeit auf. Unglaublich! David Rudisha, ein Ausnahmeläufer aus Kenia, gewann dieses Finale und stellte mit seiner Zeit von 1:40:91 Minuten einen neuen Weltrekord auf. Damit verbesserte er seine eigene Bestzeit, die er vor zwei Jahren in Rieti aufgestellt hatte, um eine Zehntelsekunde. Was viele Menschen vielleicht nicht mehr wissen: Der zweitplatzierte Nijel Amos aus Botswana lief mit 1:41:73 Minuten die achtbeste Zeit aller Zeiten und stellte einen neuen Junioren-Weltrekord auf. Er machte das Rennen seines Lebens und lief eine neue persönliche Bestzeit. Ein riesengroßer Erfolg. Doch er wurde mit seiner Rekordzeit eben „nur“ Zweiter. Doch jetzt kommt es darauf an! Was war sein Ziel gewesen? War es sein Ziel, sein Bestes zu geben und einen persönlichen Rekord aufzustellen? Dann fühlte er sich mit seiner Silbermedaille wie im siebten Himmel. Oder war es sein Ziel, der Beste zu sein und Gold zu gewinnen? Dann war Nijel Amos gescheitert. Er würde den zweiten Platz als bittere Niederlage empfinden.

Gold zu holen – das klingt nach einem absoluten Ziel, es ist aber nur ein relatives. Warum? Weil die Leistung eines Menschen immer mit der von anderen verglichen wird. Viele Menschen setzen ihre Ziele in Konkurrenz zu anderen, also in Relation zu deren Leistung. Sie orientieren sich am Außen. Das ist kontraproduktiv. Relative Ziele sind der direkte Weg in die permanente Unzufriedenheit, denn es gibt fast immer jemanden, der besser ist als du.

Deshalb: Vergleich dich nicht mit anderen. Ein relatives Ziel kann nie deine eigene Leistung messen, denn die Umstände, die einen Menschen an die Spitze bringen, liegen nicht in deiner Hand. Alles, worüber du bestimmst, ist deine eigene Leistung. Setz dir deshalb absolute Ziele. Lauf doch lieber dein eigenes Rennen, geh deinen eigenen Weg, begib dich auf deine eigene Reise. Das ist zugegebenermaßen nicht immer einfach. Schon in frühester Kindheit bekommen wir das Konkurrenzdenken und das Vergleichen mit anderen eingeimpft. „Schau mal, der Peter, der hat ein Tor mehr geschossen als du.“ „Ja, unser Georg ist schon mit acht Monaten gelaufen.“ „Und unsere Katharina ist Klassenbeste und hat fünf Einser im Zeugnis stehen.“ Durch die Beschallung der Medien wird das „Besser-als-jemand-anders-sein“-Denken weiter angestachelt.

Bei meinen sportlichen Projekten setze ich mir nur absolute Ziele. Eine bestimmte Platzierung interessiert mich schon seit Jahren nicht mehr. Das war zu Beginn meiner Laufkarriere noch bedeutend für mich. Doch seit ich mich nicht mehr mit anderen im Wettbewerb messe, ist meine Zufriedenheit beim Laufen viel höher. Ich kreiere mir meine eigenen Laufabenteuer. Das mache ich nicht, um einzigartig zu sein und mich von der Masse der Läufer abzuheben. Mir geht es vor allem um die Qualität einer Erfahrung, um die Intensität eines Erlebnisses, um das eigentliche Abenteuer. Dies lässt sich sowieso nicht auf Minuten und Sekunden bestimmen.

Mein Impuls

Vergleich dich nicht mit anderen. Gib dein Konkurrenzdenken auf. Ein relatives Ziel kann nie deine eigene Leistung messen, denn die Umstände, die einen Menschen an die Spitze bringen, liegen nicht in deiner Hand. Alles, worüber du bestimmst, ist deine eigene Leistung. Setze dir deshalb absolute Ziele.

Es geht nicht darum, besser als jemand anders zu sein. Es geht nur darum, besser als dein früheres Selbst zu sein. Frag dich deshalb immer, wenn du dir ein Ziel setzt: Ist es ein absolutes oder ein relatives Ziel?

Pausen: Auf die Balance zwischen Belastung und Erholung kommt es an

Was keine Pause kennt, ist nicht dauerhaft.

(Publius Ovidius Naso, 43 v. Chr.–17 n. Chr.)

Meine sportlichen Abenteuer bewegen sich oft am Limit. Die Belastungen für Körper und Geist gehen natürlich an die Substanz, deshalb ist es enorm wichtig, sie auch entsprechend zu kompensieren. Mein Erfolgsgeheimnis lautet dabei: Pausen. (mehr …)

Visualisierung: Warum es so wichtig ist, seine Ziele aufzuschreiben – Teil II

Im letzten Blogbeitrag habe ich Dir bereits erklärt, wieso es so wichtig für uns ist, dass wir uns unsere Ziele aufschreiben. Heute möchte ich Dir eine Art Anleitung mit auf den Weg geben, wie Du das Prinzip der Schriftlichkeit am effektivsten für Dich nutzt.

Das tägliche bewusste Auseinandersetzen mit unseren Zielen ist entscheidend. Es gibt nur einen Weg, damit du deine Ziele wirklich angehst und schlussendlich auch erreichst: Schreib sie auf! (mehr …)

Visualisierung: Warum es so wichtig ist, seine Ziele aufzuschreiben – Teil I

Wer schreibt, der bleibt.

(Volksmund)

Eine der längsten Strecken, die ich bisher je gelaufen bin, ist das Grand Union Canal Race in England. Dieses Rennen geht über insgesamt 145 Meilen, 232 Kilometer – am Stück. Das sind fünf ausgewachsene Marathonläufe plus einem Halbmarathon. Bei dem Rennen startest du im Zentrum von Birmingham und läufst dann nonstop, innerhalb von maximal 45 Stunden, nach London. (mehr …)

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