Mit einer Hand lässt sich kein Knoten knüpfen.

(Unbekannt, Mongolei)

Wenn du mich auf meinen Vorträgen erlebst oder meine Laufabenteuer verfolgst, kann der Eindruck entstehen, dass ich ein Einzelkämpfer und Individualist bin. Weit gefehlt. Ohne mein Team wäre ich nichts. Ohne meine Redneragentur, ohne meinen Fotografen, ohne meinen Physiotherapeuten, ohne mein Support Team und vor allem ohne meine Familie wäre ich nichts.

Die Bedeutung eines gut eingespielten Teams wurde mir zum wiederholten Mal beim Lauf durch das australische Outback bewusst. Auf der siebten Etappe dieses 1.120 Kilometer langen Laufs bekam ich das unter Langstreckenläufern berüchtigte Schienbeinkantensyndrom. Gepaart mit einer Oberschenkelverhärtung. Jeder einzelne Schritt war nun eine absolute Qual für mich. Anstatt eines flüssigen Lauftempos war humpeln angesagt. Es war die Hölle auf Erden. Vom Start bis zum Ziel einer Etappe erlebte ich täglich immer wieder Krisen. Mentale Krisen, muskuläre Beschwerden, Magenprobleme. Die Schmerzen nahmen täglich zu und meine Laune sank. Ich weiß noch gut, dass ich am Ende von Etappe 7, als ich ins Lager humpelte, dachte: Wie soll das bloß weitergehen? Wie soll ich bitte weiterhin jeden Tag zwei Marathons laufen? Ich hatte zu diesem Zeitpunkt nicht einmal die Hälfte der Gesamtstrecke absolviert. Fast 600 Kilometer bis zum Ayers Rock lagen noch vor uns. Ich war fix und fertig mit der Welt. Frustriert, deprimiert und unfähig einen klaren Gedanken zu fassen. Die folgende Nacht schlief ich so gut wie gar nicht. In meinem Kopf ratterte es ununterbrochen. Ich hatte Zweifel. Und meine Zweifel übertrugen sich auf das Team. Auch Kevin, Chris und Marian merkten natürlich, wie es mir ging. Aber sie waren es, die mich aufbauten, die mir halfen, die mich unterstützten, die mir Mut zusprachen. Mein Team gab mir die Stärke zurück. Wir schafften es und kamen erfolgreich am Ayers Rock an. Ohne Chris, Marian und Kevin hätte ich dieses Laufabenteuer nicht erfolgreich bewältigen können. Teamwork spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um Projekte wie in Australien geht. Aber nicht nur dort.

Wir alle werden durch unser tägliches Tun und durch die Menschen in unserem Umfeld definiert. Willst du dein Leben verändern, dann verändere dein Umfeld.

Mit welchen Menschen verbringst du am meisten Zeit? Unterstützen dich diese Menschen beim Verfolgen deiner Ziele? Oder bringen sie dich davon ab? Wie sieht dein Team aus?

Sag mir, wer deine Freunde sind, und ich sage dir, wer du bist. Daran glaube ich. Schau genau hin, mit welchen Menschen du dich umgibst. Du bist der Durchschnitt jener fünf Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst. Deshalb ist es so elementar wichtig, dass du deine kostbare Lebenszeit mit Menschen teilst, die dich voranbringen. Damit meine ich Menschen, die ähnliche Ziele haben wie du, die schon da sind, wo du hin willst.

Der Schlüssel ein erfolgreiches Team zu finden, ist dein eigener Fokus. Richte deinen Fokus bei der Auswahl deines Teams auf deine guten Gefühle. Hör auf dein Bauchgefühl! Werden deine Träume respektiert? Bist du bei einem Gespräch energiegeladen? Geben dir diese Menschen Energie? Oder entziehen sie dir Energie? Welche Werte leben diese Menschen?

Mein Impuls

Such dir das für dich und deine Ziele passende Umfeld. Menschen, die ähnlich denken wie du, motivieren und inspirieren dich. Sieh dir die Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst, genau an. Deine Freunde, Kollegen oder Bekannten. Jene fünf Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst, haben großen Einfluss auf dich.

Halte Energievampire klein. Vermeide sie. Das Leben ist zu kurz, um Zeit zu verschwenden! Du solltest dir folglich gut überlegen, ob du die wenige Lebenszeit, die dir zur Verfügung steht, mit Leuten verbringen willst, die dich hemmen statt voranbringen.