Zurzeit befinde ich mich in der „heißen“ Trainingsphase. In gut einem Monat geht der Flieger nach Down Under. Das Kribbeln in der Magengegend nimmt immer mehr zu, je näher der Abflug kommt. Meine wöchentlichen Kilometerumfänge bewegen sich momentan zwischen 120 und 180 Kilometer. Besonders am Wochenende absolviere ich meine langen Dauerläufe von bis zu 80 Kilometern am Stück. Gerade diese langen Distanzen sind für mich enorm wichtig, da ich ja in Australien täglich 80 Kilometer laufen werde, und das über zwei Wochen. Ich laufe zwar große Umfänge, dafür absolviere ich meine langen Einheiten in einer geringen Intensität. Das bedeutet den Kilometer in einem Tempo von sechs bis sieben Minuten. Die Dosis macht bekanntlich das Gift. Deshalb ist es für mich besonders wichtig, mich im Training zu disziplinieren, nicht zu schnell zu laufen. Ein zu schnelles Anfangstempo hat einen stärkeren Energieverbrauch und höheren Verschleiß zur Folge und könnte für einen so langen Etappenlauf wie in Australien fatal für mich sein.

Neben dem Lauftraining steht bei mir viermal die Woche ein moderates Krafttraining auf dem Programm. Dieses absolviere ich morgens nach dem Aufstehen. Dabei mache ich überwiegend Körperübungen wie Liegestütze (allseits bekannt und sehr effektiv) und Übungen mit meinen Kurzhanteln und Theraband. Dem Rumpf schenke ich dabei besondere Beachtung, denn eine gekräftigte Bauch- und Rückenmuskulatur sind die Basis, um so lange laufen zu können. Eine Herausforderung bei langen Mehrtagesläufen stellt das Schienbeinkantensyndrom dar, das infolge von Überbelastung auftreten kann. Diesem wirke ich durch meine Kraftübungen der Schienbeinmuskulatur entgegen.

Nächste Woche erfahrt ihr, was ich an Ausrüstung mitnehme und welche Bedeutung die Ernährung für mich hat.