Im letzten Blogbeitrag habe ich Dir bereits erklärt, wieso es so wichtig für uns ist, dass wir uns unsere Ziele aufschreiben. Heute möchte ich Dir eine Art Anleitung mit auf den Weg geben, wie Du das Prinzip der Schriftlichkeit am effektivsten für Dich nutzt.

Das tägliche bewusste Auseinandersetzen mit unseren Zielen ist entscheidend. Es gibt nur einen Weg, damit du deine Ziele wirklich angehst und schlussendlich auch erreichst: Schreib sie auf!

Das schriftliche Festhalten von Zielen hat noch weitere Vorteile. Etwas aufzuschreiben entlastet deinen Kopf. Wenn du etwas schriftlich fixierst, weiß dein Gehirn: So, jetzt kann ich diese Sache loslassen und mich auf etwas anderes konzentrieren, denn es ist ja aufgeschrieben und ich werde mich später darum kümmern. Und vor allem: Aufschreiben macht deine Ziele verbindlicher, denn das geschriebene Wort hat gefühlsmäßig für uns eine stärkere Bedeutung als ein flüchtiger Gedanke.

Was du siehst, kommt in dein Bewusstsein. Dein Körper folgt deinen Augen.

Stell dir vor: Du läufst einen schmalen Pfad entlang, maximal einen Meter breit, links und rechts geht es 400 Meter steil in die Tiefe. Solange du dich mit deinen Augen auf den Pfad fokussierst, kommst du sicher voran. Sobald deine Augen aber nur ein paar Zentimeter nach links oder rechts zum Abgrund wandern, kann das schwerwiegende Konsequenzen haben. Genauso ist es im Alltag. Deine Augen bestimmen, was du wahrnimmst und was in deinen Kopf kommt. Deshalb: Führ dir deine Ziele immer wieder vor Augen. Mache sie sichtbar.

Wenn du mich in meinem Büro besuchen würdest, wärst du dir über meine Ziele rasch im Klaren. Du könntest sie gar nicht übersehen. Auf riesengroßen Zetteln habe ich für jeden meiner Lebensbereiche meine Ziele aufgeschrieben und an die Wand gehängt. Warum mache ich das? Auf diese Weise werde ich ständig, ob ich will oder nicht, mit meinen Zielen konfrontiert. Ich beschäftige mich jeden Tag mit meinen wichtigsten Zielen. Morgens, mittags und abends. Wieder und immer wieder.

Wie du ein Ziel formulieren kannst, bekommst du in Vorträgen meistens nicht gesagt. Es wird häufig nur gefordert, dass wir uns Ziele setzen sollen. Aber nie, wie wir das konkret machen sollen. Wenn du dir deine Ziele aufschreibst, sind die Beschreibung und die Wortwahl ganz entscheidend. Besonders die drei folgenden Aspekte sind ausschlaggebend:

  1. Präsens
  2. Ich-Form
  3. Positiv

Beispiele:

  • „Ich laufe am 24. August 2007 um den Mont Blanc und erreiche innerhalb von 46 Stunden das Ziel.“
  • „Ich verkaufe heute an fünf meiner Kunden die XY-Versicherung.“
  • „Ich verbringe jeden Donnerstagnachmittag mit meiner Tochter.“

Mein Impuls

Schreib dir deine wichtigsten Ziele auf je ein großes Blatt Papier und hänge es an einen zentralen Punkt in deinem Haus oder in deiner Wohnung. An einen Ort, wo du sie jeden Tag sehen musst. Bleib jeden Tag nur für eine Minute vor deinen Zielen stehen und beschäftige dich mit ihnen.

Eine weitere Methode ist: Schreib dir dein wichtigstes Ziel auf eine Karteikarte und leg sie in deinen Geldbeutel. Damit wirst du täglich mehrere Male an dein Ziel erinnert. Und nebenbei kannst du beispielsweise Wartezeiten an der Kasse oder am Bahnhof sinnvoll nutzen. Probiere es aus!

Und noch ein letzter Tipp: Schreib deine wichtigsten Ziele jeden Tag aufs Neue auf. Am besten schon am Morgen. Steh auf und notiere dir deine drei bedeutendsten Ziele. Mach das jeden Tag, drei Wochen lang.