Die Meinungen über das Wörtchen GLÜCK gehen auseinander. Die Einen glauben, es sucht sich aus zu wem es kommt, die Anderen verbinden es mit Magie und höheren Mächten. Wiederum andere wissen – und haben es meist auch selbst erfahren – dass Glück ein Zustand ist, auf den wir zum großen Teil entscheidenden Einfluss haben. Zu diesen Menschen zähle ich auch mich.

Aber wieso?

Zunächst möchte ich festhalten, dass Glück ein subjektives Empfinden ist. Das Glück des Einen ist nicht automatisch auf den Anderen übertragbar. Glück ist eine Entwicklung eines jeden Einzelnen. Somit ist jeder Mensch zu einem erheblichen Teil für sein Glücksempfinden selbst verantwortlich. Im Grunde ist diese Tatsache schon lange bekannt. Weshalb sonst gäbe es Redewendungen wie „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ (um 300 v.Chr.).           

Die Lebensumstände spielen bei der Entwicklung des Glücklichseins interessanterweise nur eine untergeordnete Rolle. Nur 10 % unseres Wohlbefindens lassen sich durch sie beeinflussen. Das ist wirklich wenig, wenn man sich vor Augen hält, dass stolze 40 % dadurch entstehen, wie wir uns verhalten, unsere Gewohnheiten. Sprich – Dinge die wir täglich steuern und ändern können. Um die Frage nach den verbleibenden 50 % vorweg zu nehmen: Diese sind laut dem Forscher Lyubormirsky genetisch bedingt.

Mit den genannten 40 % möchte ich mich nochmal eingehender beschäftigen. Was genau können wir tun, um unserem Glück in diesem Rahmen auf die Sprünge zu helfen?

In den letzten Wochen habe ich Euch schon diverse Empfehlungen hierzu gegeben. Doch neben Dankbarkeit und der Fokussierung auf positive Dinge im Leben ist Hilfsbereitschaft ein unverzichtbarer Aspekt, um das eigene Glück zu finden. Anderen Menschen kann man auf vielfältigste Art und Weise helfen:

  • Blut spenden
  • Einem Obdachlosen etwas zu Essen kaufen
  • Einem älteren Nachbarn den Einkauf abnehmen
  • Den Hund eines Freundes hüten
  • Ein Familienmitglied besuchen
  • Eine ehrenamtliche gemeinnützige Aufgabe übernehmen
  • Jemandem die Türe aufhalten
  • Einem Menschen (auch gerne einem Fremden) ein Kompliment machen
  • Etc.

Diese Liste könnte ich stundenlang weiterführen. Fakt ist jedoch, dass all diese Dinge dazu führen, dass wir uns besser fühlen. Wir kommen durch aktive Hilfsbereitschaft zunehmend ins Reine mit uns selbst, was die Voraussetzung dafür ist, dass wir glücklich sein können. Durch Hilfsbereitschaft gewinne ich Dankbarkeit und Wertschätzung. Und hier knüpfen wir wieder an die Aussage der vorangegangenen Blogartikel an: Dankbarkeit und Wertschätzung sind die Pfeiler des Glücklichseins.

Wir können diesen überaus positiven Gefühlszustand entscheidend beeinflussen. Wieso dann dem Zufall überlassen? Wieso warten bis das Glück mal freiwillig bei uns vorbei schaut, wenn ich es doch durch mein eigenes Handeln und Denken einladen kann?

Auch hier empfehle ich wieder, die Glücksmomente des Tages festzuhalten. Was hat ein Glücksgefühl ausgelöst? Was habe ich heute Gutes getan? Wen habe ich heute unterstützt? An motivationsschwacheren Tagen können diese Notizen eine wichtige Stütze sein, um „auf Kurs“ zu bleiben und durch das Lesen derselben die eigene Stimmung wieder zu verbessern.

Wir leben nur einmal – aber bitte glücklich.